Kämpfer gegen Konformismus, Herdentrieb und Heuchelei: die Heiligen

Mitte der Siebzigerjahre hätte ich jeden ausgelacht, der mir prophezeit hätte, mein erstes größeres Werk würde einmal eine Sammlung von Geschichten der Heiligen für alle Tage sein. Als Aktivist der 68er-Bewegung gab ich im Erlanger Politladenverlag dickleibige Reprints über Sozialismus und Kommunismus heraus, und verfaßte etliche Klappentexte und Vorworte, deren Sinn mir beim heutigen Wiederlesen schleierhaft ist. Erhalten blieb mir die Obsession für Weltgeschichte, was wohl von meinem familiären »Migrationshintergrund« herrührt – entstamme ich doch einer bayrisch-böhmisch-tschechisch-wienerischen Ahnenreihe, deren biographische Logik mir ohne die Kenntnis des historischen Kontexts unverständlich geblieben wäre. Die kläglich-komische Wirklichkeit der linken Sekten jener Zeit und ein kritischer Blick zurück auf den eigenen Umgang mit den Revolutionsmythen und den Geschichtsklitterungen der Neuen Linken trieb mir das Pathos von 1968 aus.

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